Brief an den Bundesminister für Gesundheit Herrn Hermann Gröhe.

Offener Brief :  Presse, Homepage, Facebook

Online Petition :                                Wir wollen vorwärts fahren !

                                      Maßnahme gegen gefährliche  Patienten-Beförderung.

Sehr geehrter Herr Gröhe,

täglich müssen Patienten leiden und tragen oft gesundheitliche Schäden davon,

weil sie in Kranken- und Rettungsfahrzeugen in Fahrtrichtung liegend rückwärts befördert werden.

Für diese Praxis gibt es weder eine gesetzliche, medizinische oder technische Vorschrift, also keine Notwendigkeit. Es wird  halt schon immer so gemacht.

Dadurch kommt es bei vielen Patienten zur Kinetose ( Erbrechen ) und für Personen mit Inneren- und Hirnverletzungen entstehen bei jedem Bremsvorgang extrem hohe Belastungen, die oft zu lebensbedrohenden Situationen führen.

Allein das Verbringen des Patienten in das  Rettungsfahrzeug, birgt ein hohes Risiko für Schwerverletzte.

Siehe  Dr. Rolf Erbe  :   Reduzierung  negativer physikalischer Einflüsse beim Transport von Notfallpatienten.

Auch meine Frau hat darunter sehr leiden müssen. Ihr Schicksal führte zur Gründung des gemeinnützigen  Human-Transport e.V.             Siehe  :   www.human-transport.de

Ein deutsches Unternehmen folgte unserer Anregung und hat ohne nennenswerte Mehrkosten eine Fahrtrage  modifiziert, mit der Patienten wahlweise in Fahrtrichtung liegend rückwärts oder vorwärts  befördert werden können.

Diese Fahrtrage wurde in einem Mercedes Krankenwagen verbaut und wird seit Monaten mit Erfolg

eingesetzt.                                                              Siehe  :   www.human-transport,de    / Abb. 3 + 4

Mit dieser Fahrtragentechnik ist eine entscheidende Entlastung der Patienten möglich und die Gefahr  gefährlicher  Komplikationen wird deutlich eingeschränkt.

 

Sehr geehrter Herr Gröhe,

wir fordern heute, dass ab sofort für alle Kranken- und Rettungsfahrzeuge eine solche V/R Fahrtrage

( vorwärts / rückwärts ) bindend vorgeschrieben wird und eine entsprechende Anweisung an die

für den Rettungsdienst zuständigen Träger und Einrichtungen ergeht.

Bitte verweisen Sie uns nicht an die Länder, die Anwender oder den ausschließlich für die Sicherheit der Technik  zuständigen NARK des DIN e.V.

Eine humane und schmerzfreie Patienten- Beförderung ist in den Rettungsdienstgesetzen der Länder mehrheitlich keine rechtlich bindende Forderung.

Das Personenbeförderungsgesetz  PBefG  § 1 Abs. 2  schließt kranke Personen sogar ausdrücklich aus !

Gesunde Bürger werden per Taxi, Bus und Bahn, in für Menschen entwickelten Fahrzeugen, „befördert „.

 

Kranke Personen werden wie bewegliche Güter und Lasten in Kleintransportern und LKWs  transportiert  !

Wir fordern für alle Patienten die Gleichstellung zu gesunden Bürgern und eine würdevolle und schmerzfreie Beförderung  !

Das Gesundheitswesen ist eine hoheitliche Aufgabe. Wir sind der Auffassung dass unser Anliegen in Ihre Hände gehört und nicht in jedem Bundesland unterschiedlich behandelt werden darf.

Mit freundlichen Grüßen

Claus H. Ibsen                                        und Unterstützer                                                    Oktober  2016

Vorstand

Human-Transport e.V.

%d Bloggern gefällt das: